"der Weg ist das Ziel"
Bujinkan heißt so viel wie "Halle des Kriegsgottes" oder "Halle des göttlichen Kriegers" und ist dem
verstorbenen 33. Großmeister Toshitsugu Takamatsu gewidmet.
Der derzeitige und letzte Großmeister Masaaki Hatsumi lehrt im Sinne von Takamatsu.
Bujinkan vereint in sich drei Ninja-Schulen und sechs Samurai-Schulen. Es beinhaltet die waffenlose Kampfkunst
"Taijutsu" sowie "Hojojutsu", den Umgang mit einem großen Repertoire verschiedener Waffen wie Schwert ("Daisho"),
Speer ("Yari"), Helebarde ("Bisento" od. "Naginata"), Stabformen wie ("Bo", "Jo", und "Hanbo"), sowie einer
Vielzahl von kleineren Waffen, wie Messer ("Tanto"), Fächer ("Tessen"), Kettenwaffen ("Kusari") und vielem mehr.
Leider existiert nach wie vor der Mythos, Ninjutsu bzw. Bujinkan sei eine Kampfkunst, in der man mit maskiertem
Gesicht und Schwert auf dem Rücken durch die Wälder streift und Leute erschreckt.
In Wirklichkeit ist Bujinkan ein in sich geschlossenes System, das sich bildhaft in Fundament, Stützpfeiler und
Dach unterteilen ließe:
Das Fundament "Kihon", bestehend aus Stellungen, Rollen, Schlägen, Tritten, Würfen und Hebeln bildet die Grundlage
für alles, was auf ihm errichtet wird. Auf diesem Fundament fußen die verschiedenen Stützpfeiler "Henka". Damit
sind Kombinationen der erlernten Grundbewegungen, sowie Variationen der Bewegungsabläufe gemeint. Das Dach "Shinken"
(man könnte es z.B. mit "natürliche oder menschliche Faust" übersetzen) ist der Beginn der "wahren" Kampfkunst. Das
Ziel liegt in natürlichen Bewegungen, die sich ohne darüber nachzudenken ergeben und dadurch am effektivsten sind.
Bujinkan ist kein System mit Zeitvorgabe, nach der man sagen kann: "nun bist du fertig". Kampfkünste sind eine
Lehre und ein Lernen im und mit dem Leben. Damit ist gemeint, dass das Training des Bujinkan für die eigene
Lebensführung hilfreich sein kann und umgekehrt verschiedene Lebenserfahrungen in das Training einbezogen werden
sollten.
Der Ausspruch "der Weg ist das Ziel" verdeutlicht diesen Aspekt unserer Meinung am besten und ist zumeist an
Wochenenden wortwörtlich zu verstehen:
Als Ergänzung des Trainings, bzw. als "Weiterbildung" für die Trainer besuchen wir regelmäßig diverse Seminare im
In- und Ausland. Es ist eine sehr schöne Gelegenheit, Freunde zu treffen, neue Bekanntschaften zu schließen und
mit vielen verschiedenen Menschen zu trainieren.
Daniel Wiese und Stefan Godehardt